Climate Crisis?
Stop and listen!

Ein politisches Musik-Experiment
am Internationalen Tag der Demokratie

15. September 2021, 19:30 Uhr

Wie klingt die Klimadebatte? Wir machen sie hörbar...

OLIVER MASCARENHAS.

Violoncellist...wurde mit 23 Jahren jüngstes Mitglied der NDR Radiophilharmonie, wo er bis heute spielt. Gemeinsam mit Julian Scarcella hat er das Projekt angetrieben. Er spielte außerdem beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, beim hr-Sinfonieorchester sowie als Solo-Cellist beim Orquesta Ciudad de Granada. Er organisiert und kreiert u.a. Projekte, in denen Klassik auf Jazz, Pop oder Hip-Hop trifft. Mehr zu Oliver, Solodebut, Live im NDR

JULIAN SCARCELLA.

Gitarrist, Komponist und Produzent...begann mit fünf Jahren, Klavier zu spielen und entdeckte seine Gitarren-Leidenschaft mit sieben Jahren. Er hat viele Auszeichnungen gewonnen, tritt als Solo-Künstler und Teil von Ensembles auf. In seinem eigenen Studio "Muli Studios" produziert er Audios und Videos für Künstler:innen und Unternehmen...Und nun setzt er seine Talente gebündelt für Die Klimadebatte ein. Mehr zu Julian.

YOSHIE OKURA.

Erste Geige...begann mit fünf Jahren, Geige zu spielen und studierte an der Tokyo University of the Arts. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen und spielte als Solistin unter anderem mit dem Japan Century Symphony Orchestra, dem Orchester der Musikhochschule Franz Liszt Weimar und dem National Symphony Orchestra in Bulgarien.

KSENIA KASHIRINA.

Zweite Geige...als Geigerin und Sängerin ist sie u.a. aktiv in diversen Jazzensembles, Musicals, im Orchester und Chor. Sie hat mit renommierten Musikern wie Wolf Kerschek, Niels Klein, Matthias Schubert, Ed Kröger, Bob Minzer und Jiggs Whigham musiziert und spielt bei bei verschiedenen Festivals wie dem Elb Jazz Festival, TFF Rudolstadt und St.Pauli Folk Festival. Mehr zu Ksenia

KARI TRÄDER.

Erste Bratsche...war Solobratschistin der innovativen „jungen norddeutschen philharmonie“, spielte bei der NDR Radiophilharmonie Hannover, den Philharmonikern in Bremen und dem Oldenburgischen Staatstheater. Als freiberufliche Kammermusikerin ist sie Mitglied der Hamburger Camerata und des Ensembles „musica assoluta“. Seit 2018 lehrt sie Orchesterstudien und Bratsche im Schulmusik-Studiengang an der HMTM Hannover.

IRINA KALINOWSKA.

Zweite Bratsche...begann mit fünf Jahren Geige zu spielen und wechselte später zur Bratsche. Sie studierte an der  Musikhochschule Lübeck, an der HMTM Hannover und wurde von der der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert. Sie spielte Kammermusik u.a. bei der „Kronberg Academy“ oder dem „Moritzburg Festival Academy“ und musizierte bei der NDR Radiophilharmonie und an der Hamburger Oper. An der Kreismusikschule in Gifhorn unterrichtet sie Violine, Viola sowie Musikalische Früherziehung.

MARIO EHRENBERG-KEMPF.

Bassist, Komponist...studierte Jazz mit Hauptfach Bass an der HMTM Hannover und arbeitet als Coach an der Musikschule Isernhagen-Burgwedel (E-Bass und Kontrabass), der Berufsfachschule MusicCollege Hannover (Jazz & Latin) und der Ev.-Luth. Landeskirche Hannover (Popularmusik). Er spielte mit vielen namhaften Musikern sowie für die NDR Radiophilharmonie, das Schauspielhaus Hannover, das Theater für Niedersachsen... Mehr zu Mario

CHRISTOPH WIRZ.

Schlagzeuger...studiert Schlagzeug an der HMTM Hannover. Neben klassischen Ensemblespiel im Bereich des Jazz und der Popularmusik interessiert er sich für die interdisziplinäre Arbeit mit Schauspiel und Tanz. Er spielt in Bands und Comobs und ist an Projekte in Theater, Orchester und Big Band beteiligt.

Die Klima-Debatte wird nicht nur auf der intellektuellen Ebene und mit rationalen Argumenten geführt, sondern sie berührt uns alle auch emotional. Wir erleben Angst, Wut, Abwehr, aber auch Hoffnung, Tatendrang, Mitgefühl...All das wird oft nicht direkt angesprochen, schwingt aber bei der Diskussion um die Klimakrise unüberhörbar mit. Wir finden: Es lohnt sich, innezuhalten und zuzuhören.

Gemeinsam mit einem kleinen aber feinen Team von professionellen Musikerinnen und Musikern wollen wir diese verborgenen Aspekte der Klimadebatte hörbar machen: Wir haben vier unterschiedliche gesellschaftliche Positionen ausgewählt, abgebildet in vier Statements von Personen des öffentlichen Lebens - welche, verraten wir noch nicht. Jede Position wird durch ein eigens komponiertes Musikstück verkörpert - und am Schluss fließen die unterschiedlichen Stile und Instrumente zusammen.

 

Ist das nicht ein bisschen unpolitisch? Nein, überhaupt nicht! Denn es geht um Resonanz: Nur, wenn wir uns gegenseitig zuhören, auch die Argumente derjenigen wahrnehmen, die für uns unbequeme oder sogar falsche Positionen vertreten, kann eine echte Debatte und eine Lösungssuche stattfinden. Wir müssen die Klimakrise gemeinsam und im demokratischen Diskurs angehen, solange die Handlungsspielräume dafür noch da sind. Dieser Diskurs funktioniert besser, wenn wir alle Ebenen - auch die unterbewussten und emotionalen mit einbinden. Musik ist ein wunderbarer Weg, um diese Ebenen anzusprechen.

+++ "Climate crisis? Stop and listen!" - wir wagen das Experiment und ein neues Format an der Schnittstelle von Kultur und politischer Arbeit. Save the date: 15. September, 19:30 Uhr +++

Wortbeiträge zu den Musikstücken kommen von Ute Scheub, Journalistin und Autorin, die unter anderem die taz mitgegründet und für Mehr Demokratie das Buch "Demokratie - Die Unvollendete" geschrieben hat.

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