Material aus dem
Bürgerrat Klima

Am 26. April 2021 startete der Bürgerrat Klima. In 12 Sitzungen diskutieren 160 zufällig ausgeloste Bürger:innen zu Kernthemen der Klimapolitik. Nach Beratung von Expert:innen erarbeiten sie Vorschläge, wie Deutschland das Pariser Klimaabkommen einhalten kann – nachhaltig für die Umwelt, bezahlbar und sozial gerecht. Auf dieser Seite finden Sie das Infomaterial, das den Teilnehmenden zur Verfügung stand.

Allgemeines, Bürgerrat, Klimaforschung und Zukunftsbilder

Mögliche Zukunftsbilder 1 - Künstlerische Darstellung welche Positionen es innerhalb der Klimadebatte gibt

Mögliche Zukunftsbilder 2 - Künstlerische Darstellung welche Positionen es innerhalb der Klimadebatte gibt

Mögliche Zukunftsbilder 3 - Künstlerische Darstellung welche Positionen es innerhalb der Klimadebatte gibt

Mögliche Zukunftsbilder 4 - Künstlerische Darstellung welche Positionen es innerhalb der Klimadebatte gibt

Mögliche Zukunftsbilder 5 - Künstlerische Darstellung welche Positionen es innerhalb der Klimadebatte gibt
Fabian Stenzel vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung beantwortet Fragen der Teilnehmenden
Die deutsche Klimapolitik und ihre Folgen: Prof. Dr. Wolfgang Lucht & Marie-Luise Beck
Klimafolgen in Deutschland: Gespräch mit Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes

Wie wurden die Themen ausgewählt?

Die übergeordnete Fragestellung des Bürgerrats wurde vom Projektträger (BBK) festgelegt. Sie lautet: „Wie kann Deutschland die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreichen – unter Berücksichtigung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Gesichtspunkte?“

Die Themen wurden in einem mehrstufigen Prozess bestimmt: Der Bürgerrat wird begleitet von einem Kreis von 25 wichtigen Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Fachrichtungen (wissenschaftliches Kuratorium). Diese haben gemeinsam mit den unabhängigen Instituten, die den Bürgerrat durchführen, mögliche Themen ausgewählt. Dabei waren fünf Auswahlkriterien wichtig:

1. Das Themenfeld ist wichtig für das Klima, weil in diesem Bereich viel Treibhausgas ausgestoßen wird und reduziert werden kann

2. Das Thema betrifft die Lebenswelt der Bürger:innen besonders stark

3. Das Thema besitzt gesellschaftliches Spaltungspotential – das heißt, es gibt starke Interessenskonflikte oder sehr unterschiedliche Meinungen

4. Für das Thema können Lösungen entwickelt werden, die in Deutschland entschieden und umgesetzt werden können – und nicht zum Beispiel auf Ebene der EU

5. Das Thema lässt sich im zeitlichen Rahmen des Bürgerrats (12 Sitzungen) sinnvoll besprechen

Vier Handlungsfelder erfüllten alle Kriterien: Mobilität, Ernährung, Energie sowie Gebäude und Wärme. Andere Themenfelder sind ebenfalls sehr wichtig für das Klima, erfüllten aber einige der Kriterien nicht und wurden deshalb nicht ausgewählt. Dazu zählt beispielsweise das Thema Industrie, das sehr komplex ist und die Alltagswelt der meisten Menschen nur am Rande berührt. Zusätzlich zu den vier Handlungsfeldern wurden zwei Themen identifiziert, die alle Bereiche betreffen und deshalb ebenfalls im Bürgerrat behandelt werden: Gesamtgesellschaftliche Transformation und Klimapolitische Instrumente. Das wissenschaftliche Kuratorium hat für alle ausgewählten Handlungsfelder Vorschläge entwickelt, welche Fragestellungen im Bürgerrat besprochen werden könnten. Diese Vorschläge wurden zivilgesellschaftlichen Organisationen und Vertreter:innen von Politik und Parteien zugesendet. Diese hatten die Möglichkeit die Vorschläge zu kommentieren und zu ergänzen. Außerdem wurde eine repräsentative Umfrage in der Bevölkerung durchgeführt. Dabei sollten die Menschen die aus ihrer Sicht wichtigsten Themen auswählen. Die Befragung von Politik, Zivilgesellschaft und Bürger:innen wurde vom Kuratorium und den Durchführungsinstituten ausgewertet und berücksichtigt. Auf dieser Grundlage wurden die Themen für den Bürgerrat festgelegt. Im Laufe des Bürgerrats können die Teilnehmenden zusätzlich noch eigene Themen einbringen oder andere Schwerpunkte setzen, als vorher angedacht war.

Mehr Informationen finden Sie hier.

nach oben