1,5 Grad
aber wie?

Die Wissenschaft warnt vor der Klimakrise. Damit die Folgen kontrollierbar bleiben, soll sich die Erde nicht um mehr als 1,5 Grad erwärmen. Dazu hat sich Deutschland verpflichtet – gemeinsam mit fast allen anderen Staaten der Welt.

Es reicht aber nicht aus, was bisher getan wurde. Wir brauchen einen Wandel. Wie dieser Wandel aussehen kann und was wir bereit sind, dafür zu tun, muss mit allen Menschen in diesem Land und darüber hinaus besprochen werden. Deshalb starten wir Die Klimadebatte!

Die Klimadebatte

I. Fakten

Was wir über Klima und
Klimaschutz wissen

Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengestellt und so aufbereitet, dass wir darüber sprechen können. Als Grundlage dient uns das Handbuch Klimaschutz: Ein umfassender Entwurf, wie wir das 1,5-Grad-Ziel einhalten können.

Noahnmf, CC BY-SA 4.0

175

Staaten unterzeichneten am 22. April 2016 das Klimaschutz-Abkommen von Paris. Darin wird vereinbart, dass die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden soll.

ourworldindata.org/co2-and-other-greenhouse-gas-emissions

1972

warnte der Bericht "Die Grenzen des Wachstums" vor den Folgen des Klimawandels. Seitdem hat sich der weltweite Ausstoß von CO2 mehr als verdoppelt. Deutschlands Ausstoß ist gesunken - allerdings nur um 33%.

Smial, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

70%

der Energie in Deutschland stammen noch aus fossilen Stoffen.

Matti Blume, CC BY-SA 4.0 (Ausschnitt)

1,7 t

Kohlendioxid erzeugen Hin- und Rückflug Frankfurt - Teneriffa - ewa so viel wie ein durchschnittlicher Mensch in Indien im ganzen Jahr. Flüge tragen stark zur Erderwärmung bei.

Bildquelle: Tony Webster, CC BY 2.0 (Ausschnitt)

47%

der Pendler in Kopenhagen nutzen täglich das Fahrrad. In deutschen Städten sind es teilweise weniger als 10%.

Bildquelle: Venkat2336, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

16%

des Plastiks in Deutschland werden zurzeit recycelt. Der Rest wird verbrannt oder exportiert. In einer Kreislaufwirtschaft würden fast 100% der nicht-nachwachsenden Rohstoffe wiederverwertet.

Bildquelle: Ministry of Home Affairs India (GODL-India) (Ausschnitt)

300 Mio.

(Millionen) Menschen weltweit könnten schon 2050 von Überflutungen auf Grund des steigenden Meeresspiegels bedroht sein.

Bildquelle: Jeff Keeton, CC BY-SA 4.0 (Ausschnitt)

60%

der Wirbeltierarten sind in den letzten 50 Jahren ausgestorben. Grund dafür ist meistens die Zerstörung von Lebensräumen durch den Menschen. Der Klimawandel verstärkt das Artensterben.

Bildquelle: Pierre Markuse, CC BY 2.0 (Ausschnitt)

126.000

Quadratkilometer Fläche brannte bei Buschfeuern in Australien 2019 und 2020. Das ist ein Drittel der Fläche Deutschlands.

Bildquelle: Peripitus, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

3 Mrd.

(Milliarden) Menschen wohnen neuen Studien zufolge in Gebieten, die durch den Klimawandel in den nächsten 50 Jahren unbewohnbar werden könnten.

Bildquelle: Amada44, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

70-90%

aller Korallenriffe sterben bereits bei einer Erderwärmung von 1,5°C. Die Folgen für Meerestiere und Menschen, die von den Ökosystemen abhängen sind dramatisch.

Mehr Demokratie, CC BY-SA 4.0

180€

oder mehr könnte der Ausstoß von einer Tonne CO2 kosten, wenn die Schäden einberechnet wären, die der Klimawandel verursacht – im Moment sind es 25 €.

Bildquelle: Bluedesk65, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

75%

weniger Silizium als vor 10 Jahren benötigen Photovoltaikanlagen heute und produzieren dabei 33% mehr Energie. Sie sind vielerorts bereits die günstigste Variante Strom zu erzeugen.

Convention Citoyenne pour le Climat (Ausschnitt)

149

Vorschläge entwickelte der französische Klima-Bürgerrat, darunter Kerosinsteuern, energetische Sanierungen aller Gebäude bis 2040 und Klimaschutz als Staatsziel. Bisher wurden aber nur wenige umgesetzt.

II. Positionen

Eine Erde, viele Sichtweisen

Die Fakten sind für alle Menschen gleich - aber alle haben einen unterschiedlichen Blick darauf. Wie soll sich unsere Gesellschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität entwickeln? Welche Probleme gibt es? Wir wollen die Vielfalt der Positionen darstellen - und ins Gespräch bringen.

© Jan Michaelko / re:publica from Germany, CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

"Wir haben kein Umweltproblem, sondern ein Gesellschaftsproblem."

© Bodo Gierga / Heinrich-Böll-Stiftung, CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

"Es darf nicht heißen „jetzt erst einmal nicht“, sondern „jetzt erst recht“. Klimaschutz ist keine Last, sondern der Wirtschaftsmotor der Zukunft."

blu-news.org, CC BY-SA 2.0

„Die Politik spielt beim Klimaschutz planlos mit unserem Vermögen.“

© Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0

„Solange China, Indien und Amerika weitermachen wie bisher, ist es ziemlich unwichtig, was wir Deutschen tun.“

© Cmichel67, CC BY-SA 4.0 (Ausschnitt)

„Die größte Bedrohung für unseren Planeten ist der Glaube, dass jemand anderes ihn retten wird.“

© sebaso, CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

„Um zu erkennen, wie schön die Erde ist, brauchte ich eine Minute. Um zu erkennen, wie zerbrechlich unser kleiner blauer Planet ist, brauchte ich nur einen Augenblick.“

© Prime Minister's Office (GODL-India) (Ausschnitt)

„Alle haben ein Recht auf Fortschritt, das bedeutet, dass alle ein Recht auf saubere Energie haben.“

Sunita Narain, Generaldirektorin des Centre for Science and Environment, New Delhi

© Sandro Halank, CC BY-SA 4.0 (Ausschnitt)

„Diese gesamte Klimahysterie ist wirklich an den Haaren herbeigezogen.“

Camadrilena, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

„Für uns ist der Klimawandel Realität. Wir müssen bereits Menschen von 16 Inseln, die vom Meeresspiegelanstieg betroffen sind, in andere Landesteile umsiedeln."

© World Travel & Tourism Counci lCC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

„Jeder, der Ihnen, um Ihnen die grüne Gesellschaft schmackhaft zu machen, sagt, der Green New Deal würde uns unsere Lebensweise in der uns bekannten Form bewahren, macht Ihnen was vor.“

Jeremy Rifkin (2019), US-amerikanischer Publizist in "Der globale Green New Deal", St Martin's Press

© Sandro Halank, CC BY-SA 4.0 (Ausschnitt)

„Klimaschutz ist etwas für Profis.“

Joe Mabel, CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

"Ich glaube nicht, dass es einen Weg gibt den Klimawandel zu bekämpfen, ohne den Kapitalismus zu bekämpfen."

„Wenn die Fakten sich verändern, dann ändere ich meine Meinung. Was tun Sie?“

„Manchmal ist es wirklich schwierig, einen geringeren CO2-Fußabdruck zu haben, weil all die Geschäfte Sachen importieren, um mehr Geld zu verdienen.“

Mitglied des schottischen Kinderparlaments im Rahmen des schottischen Klima-Bürgerrats

Jeffrey Bruno from New York City, United States, CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)

„Die Zeit für einen Kurswechsel ist da. Rauben wir den jungen Generationen nicht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.“

III. Instrumente

Was können wir tun?

Wenn wir über das Klima reden, soll dabei mehr herauskommen als heiße Luft: es braucht Werkzeuge, um den Wandel in die Tat umzusetzen. Wir zeigen Möglichkeiten auf: Wann gelingt Bürger:innenbeteiligung? Wie nutzt Direkte Demokratie dem Klima? Wie sehen Vorreiter-Projekte aus?

Trägerschaft
Kooperation
Förderung
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